Mountain Zebra National Park – Rückkehr der Zebras
Reisegründe für einen Besuch
- Kap-Bergzebra hautnah erleben
- Seltene Arten: Gepard, Löffelhund, Erdferkel
- Fahrten durch weite Bergtäler
- Historischer Farmkomplex
- Wandern & Fotografieren in Stille
Big Five Hotspot:
- Löwe & Nashorn wieder eingeführt
- Elefant: nicht vorhanden
- Büffel: vorhanden
- Leopard: schwer zu sichten
Fakten zum Nationalpark
- Gründung: 1937
- Größe: ca. 284 km²
- Lage: Provinz Ostkap, bei Cradock
Instagram-tauglich:
- Bergzebra vor weiter Landschaft
- Gepard auf Hügelkette
- Hütten im Natursteinlook
- Sonnenuntergang hinter Bergen
Im Mountain Zebra National Park steht die Rettung der vom Aussterben bedrohten Kap-Bergzebras im Mittelpunkt. Das Schutzgebiet dehnt sich rund um den 2.000 Meter hohen Bankberg im Zentrum der Provinz Eastern Cape aus. Die Wiederansiedlung und der Erhalt der bedrohten Kap-Bergzebras gestaltete sich dramatisch und aufwendig, ist jedoch durch intensive Bemühungen der Staatsregierung und der Ranger von anhaltendem Erfolg gekrönt.
Im Blickpunkt des Interesses stehen im Mountain Zebra National Park die Kap-Bergzebras, die in der Region bereits 1950 ausgestorben waren. Ein ortsansässiger Farmer engagierte sich für die Wiederansiedlung der Zebras. Er bekam im Austausch für Blessböcke elf Zebras, die sich allerdings nur zögerlich vermehrten. Daher wurde die Zebraherde 1964 auf 25 Tiere aufgestockt und die Parkfläche durch den Ankauf mehrerer landwirtschaftlicher Anwesen vergrößert. Die Kap-Bergzebras vermehrten sich im angewachsenen Lebensraum bedeutend schneller, wodurch die Population bis zum Ende der 1960er-Jahre auf 140 Tiere angewachsen war. Heute leben rund 300 Kap-Bergzebras im Schutzgebiet, von denen jährlich 20 Tiere umgesiedelt werden, um den Bestand der Art auch in anderen Bergregionen Südafrikas zu sichern.
Zwei Zebras im Grasland Bergzebra
Weidende Kap-Bergzebras
Neben den Bergzebras leben im Park die Antilopenarten Red Hartebeest, Bontebock, Kudu und Springbock. Das bergige Gelände ist ein optimaler Lebensraum für den Bergriedbock. Büffel und Spitzmaulnashörner wurden entlang der Flussläufe wieder angesiedelt. Als Raubtiere ziehen Wüstenluchse, Schabrackenschakale und Kap-Füchse durch das Schutzgebiet. Paviane springen munter durch den Park und zahlreiche Vogelarten, darunter Strauße, Kaffernadler, Ludwig-Trappen und Blaue Kraniche, sind zu beobachten. In den Schluchten mit Akazienbeständen sind Rotstirn-Bartvögel, Kleine Honiganzeiger, Rötelschwänze sowie der seltene Rosenschnabel-Lerchenpieper und der Afrikanische Felsenspirit unterwegs.
Trockene, felsige Gebiete wechseln im Park mit grasbewachsenen Hügeln und Buschland ab. Böden mit hohen Ton- und Schluffanteilen prägen das Gelände, in den Bergregionen dominieren Felsen aus der Basaltsteinart Dolerit. Durch den Park fließen die Flüsse Doorn River und Tarkastad River, die allerdings nur saisonal Wasser führen. Sind die Flussbetten in der Regenzeit mit Wasser gefüllt, wachsen in den Uferzonen dicht stehender Süßdorn und Wildolivenbäume.
Während auf höher gelegenen Hochebenen und in Felsenschluchten die Vegetation eher karg ist, steht auf den Berghängen überwiegend dichtes Buschwerk. In niedrigeren Lagen wachsen nährstoffreiche Gräser. Darauf erblühen in den Frühlingsmonaten September bis November Wildblumen in einer eindrucksvollen Farbenpracht. Die steinigen Grassteppen des Parkterritoriums sind mit Sukkulenten bewachsen, die perfekt an hohe Temperaturen und lange Trockenperioden angepasst sind.
Das Roiiplaat Plateau auf 1.500 Metern Höhe ist einer der besten Plätze im Nationalpark zur Beobachtung der Bergzebras. Der Aufstieg zum Plateau erfolgt über eine steil ansteigende Straße, die am Restcamp beginnt.
Die beste Reisezeit für den Mountain Zebra Nationalpark ist der Sommer, also die Zeit zwischen Oktober und März, denn im Winter sinken die Temperaturen in den Höhenlagen zu stark ab. Die Landschaften sind im Sommerhalbjahr schön grün und blühen, die Tiere zeigen sich ausgelassen.
Anmutiger Blesbok der Ebenen
Zebras des Nationalpark Plateau